Rezension: Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln

Fakten

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln | Adriana Popescu | 14.09.2020 | 464 Seiten | cbt Verlag | Taschenbuch | 13,00 €

Klappentext

Irgendwas hat dieser Neue, Samuel, an sich, das Marie von Anfang an fasziniert. Und Samuel geht es genauso. Wie Magnete bewegen sie sich aufeinander zu, stoßen einander aber auch immer mal wieder ab, wenn sie sich von der falschen Seite nähern. Und mitten in diesem Spannungsfeld bewegt sich Theo, Maries jüngerer Bruder, der seit einem schrecklichen Ereignis vor über einem Jahr immer noch mit seinen Ängsten ringt – und in der Schule mit seinem Mobber Andi. Marie, Samuel, Theo – ihr Aufeinandertreffen bedeutet für alle drei einen Neubeginn, aber auch, sich den Geschehnissen ihrer Vergangenheit zu stellen, denn Samuel trägt ein Geheimnis mit in diese neue Freundschaft …

Meine Meinung

Das Cover des Buches gefällt mir unglaublich gut. Es passt zur Geschichte und zum Genre!

Die Hauptcharaktere des Buches sind Marie Mulden, Theo Mulden und Samuel Nowak. Marie ist einer sehr liebevolle, intelligente und toughe junge Frau. Ihr kleiner Bruder Theo ist ein sehr sensibler Mensch, dem man anmerkt wie traumatisiert er ist. Samuel ist ein sehr loyaler junger Mann, dessen Wut und Schmerz sehr gut nachvollziehbar war. Alle drei Charaktere sind wahnsinnig authentisch und mir während des Lesens immer mehr ans Herz gewachsen.

Der Schreibstil von Adriana Popescu ist großartig. Sie schreibt sehr bildhaft und dennoch klar, einfach und verständlich. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Marie, Theo und Samuel haben mich einfach nicht mehr losgelassen. Durch die ständigen Sichtwechsel erhalten wir einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und erfahren zunehmend mehr über deren Geschichte. „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ ist ein Buch über Mobbing, Freundschaft und Familie. Adriana Popescu zeigt uns, dass es okay ist nicht okay zu sein und dass es okay ist einen zweiten Anlauf, zweiten Versuch oder eine zweite Chance zu brauchen. Die Autorin geht die Thematiken im Buch sehr einfühlsam an und hat mich mit der Geschichte emotional zutiefst berührt. Ich werde Marie, Theo und Samuel tief in meinem Leserherz bewahren.

Fazit

„Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ ist ein einfühlsames und emotionales Jugendbuch, das und zeigt, dass es okay ist einen zweiten Anlauf oder eine zweite Chance zu brauchen. Ich kann das Buch nur von Herzen empfehlen!

Bewertung:

Bewertung: 5 von 5.

Rezension: Stronger than Fate

Fakten

Stronger than Fate | Meghan March | 28.08.2020 | 304 Seiten | Lyx Verlag | Paperback | 12,90 € | Band 3 der Richer than Sin – Reihe

ACHTUNG BAND 3!

Klappentext

Seit Whitney Gable zurück in der Stadt ist, ist das Leben von Geschäftsmann Lincoln Riscoff nicht mehr dasselbe. Die Anziehungskraft zwischen ihnen ist ungebrochen, die Gefühle füreinander sind stark wie nie. Sie wollen alles hinter sich lassen und einen Neuanfang wagen, doch dann stellt ein schwerer Schicksalsschlag ihre Liebe erneut auf die Probe. Denn als herauskommt, dass der Hass, der ihre Familien einst entzweite, womöglich auf einer Lüge basiert, ändert sich alles! Können sich Lincoln und Whitney vielleicht doch gegen das Schicksal stellen und gemeinsam glücklich werden?

Meine Meinung

Das Cover des Buches ist an die der ersten beiden Bände angelehnt und gefällt mir sehr gut.

In „Stronger than Fate“ findet die Geschichte um Lincoln Riscoff und Whitney Gable ihr Ende. Lincoln werde ich als einen wirklich tollen und loyalen Mann in Erinnerung behalten. Wenn ich an Whitney denke dann denke ich daran wie mutig, stark, intelligent und loyal sie ist. Ich mochte die beiden Hauptcharaktere einfach sehr gerne. Aber auch der Kommodore, Hunter und Cricket werde ich sehr gut in Erinnerung behalten.

Der Schreibstil von Meghan March war auch in diesem Band der Reihe sehr angenehm. Während die Sichtwechsel beibehalten wurden, gibt es bis auf einmal am Anfang keine Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart mehr. Den Reihenabschluss habe ich als sehr leidenschaftlich, mitreißend und spannend empfunden. Ich muss aber zugeben das mir das ganze Familiendrama in diesem Band teilweise etwas zu überspitzt war. Etwas weniger hätte es auch getan. Dennoch bildet „Stronger than Fate“ einen gelungenen Abschluss der Reihe und hat mich gut unterhalten. Meghan March hat ein würdiges Ende für Whitney und Lincoln empfunden und mich mit der gesamten Reihe definitiv von sich überzeugt.

Fazit

„Stronger than Fate“ ist ein wirklich mitreißender, leidenschaftlicher und gelungener Reihenabschluss auch wenn mir das ganze Familiendrama zuletzt doch ein wenig zu überspitzt war.

Bewertung:

Bewertung: 4 von 5.

Rezension: Deeper than Love

Fakten

Deeper than Love | Meghan March | 28.07.2020 | 288 Seiten | Lyx Verlag | Paperback | 12,90 € | Band 2 der Richer than Sin – Reihe

ACHTUNG BAND 2!

Klappentext

Seit Whitney Gable zurück in der Stadt ist, ist das Leben von Geschäftsmann Lincoln Riscoff nicht mehr dasselbe. Zu lebendig sind die Erinnerungen an ihre eine gemeinsame Nacht, die Lincoln für immer verändert hat, zu stark ist das Verlangen, Whitney wiederzusehen. Und als er ihr das erste Mal nach all den Jahren gegenüber steht, weiß er, dass er sie nicht noch einmal gehen lassen darf! Doch so tief ihre Gefühle füreinander auch sind – der Hass, der ihre Familien einst entzweite, scheint unüberwindbar. Und Whitney und Lincoln müssen sich entscheiden, ob es sich lohnt, für ihre Liebe alles aufzugeben…

Meine Meinung

Das Cover des Buches passt hervorragend zu Band 1 und gefällt mir gut.

In „Deeper than Love“ verfolgen wir weiterhin die Geschichte von Lincoln Riscoff und Whitney Gable. In diesem Band werden erneut Lincolns Vertrauensprobleme und deren Ursprung deutlich. Dennoch liegt der Fokus auf seiner selbstsicheren Art und dem tollen Mann, der in ihm steckt. Whitney habe ich in diesem Band als sehr stark empfunden. Sie wächst über sich selbst hinaus und entwickelt sich weiter. Sie lernt eigene Entscheidungen zu treffen und wird immer selbstsicherer. Besonders gefallen hat mir auch das Lincolns Schwester McKinley in diesem Band eine noch größere Rolle gespielt hat. Sie war mir bereits in „Richer than Sin“ sehr sympathisch und es war einfach toll, dass sie hier noch präsenter war.

Der Schreibstil von Meghan March hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich sehr gut weglesen und ist durch die Sichtwechsel und den Sprüngen zwischen Gegenwart und Vergangenheit durchgehend spannend. In diesem Band habe ich die Zeitsprünge auch weniger verwirrend als in Band 1 empfunden. In „Deeper than Love“ spitzt sich des ganze Familiendrama immer mehr zu – es wird immer dramatischer und sehr emotional. Zudem ist die Geschichte natürlich wieder sehr leidenschaftlich. Mir persönlich hat dieser Band noch besser gefallen als der erste. Es war einfach noch mal deutlich mitreißender und die Wendungen habe ich so keineswegs vorhersehen können.

Fazit

„Deeper than Love“ ist ist der leidenschaftliche, dramatische und emotionale Band 2 der Richer than Sin-Reihe, den ich persönlich noch mitreißender als den Reihenauftakt fand!

Bewertung:

Bewertung: 5 von 5.

Rezension: Richer than Sin

Fakten

Richer than Sin | Meghan March | 29.06.2020 | 304 Seiten | Lyx Verlag | Pperback | 12,90 € | Band 1 der Richer than Sin – Reihe

Klappentext

Für Geschäftsmann Lincoln Riscoff steht das Familienunternehmen an erster Stelle. Aber seine Welt gerät ins Wanken, als er erfährt, dass Whitney Gable zurück in der Stadt ist. Augenblicklich holen ihn die Erinnerungen an ihre eine gemeinsame Nacht ein, die sein Leben für immer veränderte. Aber auch wenn das Verlangen, Whitney wiederzusehen, so stark ist wie nie zuvor, weiß Lincoln, dass er sich von ihr fernhalten muss: Denn Whitneys Familie ist seit Jahrhunderten mit seiner eigenen verfeindet. Und ein Riscoff und eine Gable dürfen niemals zusammen sein…

Meine Meinung

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es wirkt elegant und ist genauso verwoben wie die Geschichte.

Die Hauptcharaktere des Buches sind Lincoln Riscoff und Whitney Gable. Lincoln ist ein selbstbewusster und erfolgreicher Geschäftsmann, der aber scheinbar anerzogene Vertrauensprobleme hat. Whitney ist eine stolze Frau, die nach dem Tod ihres Mannes zurück in ihre Heimat kehrt. Sowohl Lincoln, als auch Whitney waren mir auf ihre Art und Weise sympathisch, aber ich weiß noch lange nicht genug über die Geschichte der beiden. Sehr sympathisch waren mir auch Lincolns Schwester McKinley, Whitneys Cousine Cricket und Tante Jackie. Auch Lincolns Großvater fand ich einfach nur großartig und unterhaltsam. Whitneys Cousine Karma hingegen ist ein wahnsinnig toxischer Charakter, der mich einfach nur wütend gemacht hat. Damit ist sie insbesondere auch ein schlechtes Vorbild für ihre beiden Kinder.

Der Schreibstil von Meghan March hat mir sehr gut gefallen. Durch die Sichtwechsel und die Zeitsprünge taucht der Leser nach und nach in die Geschichte von Whitney und Lincoln ein und erfährt mehr über die verfeindeten Familien. Zudem sorgen die Zeitsprünge für eine dauerhafte Spannung. Ich war sehr gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dennoch muss ich zugeben, dass die ständigen Zeitsprünge teilweise auch für Verwirrung gesorgt haben, denn man muss häufig umschalten und darf zu Kapitelbeginn nicht übersehen, wenn wieder von der Vergangenheit in die Gegenwart gewechselt wird oder umgekehrt. Insgesamt hat mich die Geschichte um Whitney und Lincoln aber wirklich gut unterhalten und ich bin gespannt wie es nach dem fiesen Cliffhanger in Band 2 weitergeht…

Fazit

„Richer than Sin“ ist ein spannender und unterhaltsamer Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

Bewertung:

Bewertung: 4 von 5.

Rezension: Gott

[Rezensionsexemplar]

Fakten

Gott | Ferdinand von Schirach | 14.09.2020 | 160 Seiten | Leuchterhand Verlag | gebundene Ausgabe | 18,00 €

Klappentext

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.

Meine Meinung

Ferdinand von Schirach hat sich zu meinem absoluten Lieblingsautor entwickelt. Dies liegt einerseits an seinem grandiosen Erzählstil, zum anderen merkt man in seinen Werken einfach immer wieder wie intensiv er sich mit gewissen Thematiken auseinandersetzt.

In seinem neuen Theaterstück „Gott“ diskutiert Ferdinand von Schirach das Thema Suizidbeihilfe, ein Thema das nicht nur hochaktuell ist, sondern auch von großer Bedeutung. Denn die eigentliche Frage bei diesem Thema ist: Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wie auch sein erstes Theaterstück „Terror“ hat „Gott“ ein sehr offenes Ende. Ich finde das einfach großartig, denn so bleibt dem Leser genug Freiraum, um sich eine eigene Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen. Die Protagonisten des Theaterstückes haben sehr kontroverse Ansichten zum Thema Suizidbegleitung, sodass der Leser anhand der vorgebrachten Argumente immer wieder hinterfragen kann auf welche Seite er sich stellen würde. Ich fand die Diskussion im Ethikrat unglaublich spannend, rasant und fesselnd, sodass ich das Theaterstück in einem Rutsch durchgelesen habe.

An das Theaterstück schließen sich Essays drei namenhafter Wissenschaftler an. Diese Essays beleuchten das Themas Suizidbegleitung nochmal aus verschiedenen Geschichtspunkten. Dabei werden auch Argument aus dem Theaterstück wieder aufgegriffen und vertieft oder auch kritisch betrachtet. Alle drei Essays fand ich wirklich sehr gelungen und sie bilden einen runden Abschluss der Thematik.

Fazit

„Gott“ ist ein großartiges Theaterstück zur Thematik Suizidbegleitung, dass kontroverse Argumente aufbringt und dem Leser ausreichend Freiraum lässt, sich eine eigene Meinung zu bilden. Die drei Essays vertiefen das Thema und runden das Buch ab. Ich bin begeistert von dieser großartigen Lektüre!

Bewertung:

Bewertung: 5 von 5.