Rezension: Und du fliegst durch die Nächte

Fakten

Und du fliegst durch die Nächte | Sophie Bichon | 480 Seiten | Heyne Verlag | Paperback | 12,99 € | Band 2 der Love is Love-Reihe

Klappentext

Nur in der Nacht fühlt Romeo sich frei und lebendig. Da er schon immer anders war und seinen Eltern nie genügen konnte, ist dieses Leben im Untergrund alles, was er will. Doch obwohl er in der Technoszene längst ein gefeierter DJ ist, fühlt Romeo sich außerhalb der Szene leer und verloren – bis er eines Nachts auf Julius trifft. Julius mit den dunklen Locken und eisblauen Augen, Julius mit dem unbeschwerten Grinsen und dem Leben im Hellen. Immer wieder begegnen sie sich und fühlen sich wie magisch angezogen. Doch als Romeo immer tiefer in die Dunkelheit gerät, müssen sich die Frage stellen, ob ihre unterschiedlichen Welten tatsächlich zusammenpassen.

Meine Meinung

Das Cover des Buches gefällt mir wieder sehr gut. Es passt toll zum ersten Band und das Zusammenspiel der Farben ist einfach toll.

Band 2 der Love is Love-Reihe erzählt die Geschichte von Romeo und Julius. Beide Charaktere sind sehr authentisch, facettenreich und vor allem unterschiedlich. Romeo fühlt sich nur nachts bei seiner Arbeit als DJ frei und lebendig, tagsüber fühlt er sich leer und verloren. Julius hingegen ist selbstbewusst, unbeschwert, neugierig, abenteuerlustig und spricht aus, was ihm in den Sinn kommt. Beide Charaktere sind sehr interessant und man schließt sie während des Lesens mit all ihren Eigenheiten nach und nach ins Herz.

„Und du fliegst durch die Nächte“ ist tiefsinnig, bunt, queer, düster, poetisch und bewegend. Berlin – eine sehr lebendige, bunte und raue Stadt – mochte ich als Setting der Geschichte wirklich gerne. Und irgendwie passt Berlin auch einfach perfekt zu Romeo und Julius. Die Gefühle und Gedanken der Charaktere waren im Verlauf des Buches wirklich gut nachvollziehbar – Romeos Gedankenchaos, Julius Synästhesie und sein Fernweh. Wirklich gerne mochte ich die tiefsinnigen Gespräche zwischen Romeo & Julius, die spürbare Anziehung und dass die beiden sich Zeit geben, den anderen nicht unter Druck setzen. Themen der Geschichte sind unter anderem Freiheit und die Selbstakzeptanz der eigenen (sexuellen) Identität. In der Geschichte spielen aber auch ernste Themen wie zum Beispiel Drogenmissbrauch eine wichtige Rolle, wodurch das Buch an einigen Stellen durchaus düster ist und einige Leser triggern könnte.

Der Schreibstil von Sophie Bichon ist wundervoll, poetisch, bewegend. Sie findet einfach immer wieder wunderschöne Wort, um die Charaktere und ihre Gefühle für den Leser lebendig zu machen. Julius Synästhesie, Romeos Gedankenchaos, Berlin – all das und vieles mehr wurde so, so gut und eindrucksvoll beschrieben. Ich hatte das Gefühl mich Mitten im Geschehen zu befinden.

Fazit

„Und du fliegst durch die Nächte“ ist eine tiefsinnige, bunte und poetische Geschichte über Freiheit und die Selbstakzeptanz der eigenen (sexuellen) Identität. Es spielen aber auch sehr ernste Themen eine Rolle. Ein wirklich gelungener zweiter Band, den ich empfehlen kann!

Bewertung:

Bewertung: 5 von 5.

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