Rezension: Noah – Von einem der überlebte

[Rezensionsexemplar]

Fakten

Noah – Von einem der überlebte | Takis Würger | 188 Seiten | Penguin Verlag | gebundene Ausgabe | 20,00 €

Klappentext

Noah Klieger war 13, als er sich während der deutschen Besatzung Belgiens einer jüdischen Untergrundorganisation anschloss und half, jüdische Kinder in die Schweiz zu schmuggeln. Noah Klieger war 16, als er im Morgengrauen als Häftling in Auschwitz ankam, bei Minusgraden. Noah Klieger hatte noch nie geboxt, als am Tag seiner Ankunft im Konzentrationslager gefragt wurde, ob sich Boxer unter den Häftlingen befänden und seine Hand nach oben ging. Die tägliche Sonderration Suppe für die Mitglieder der Boxstaffel von Auschwitz ließ ihn lange genug überleben. Noah Klieger war 20, als die Konzentrationslager befreit wurden. Er hat drei Todesmärsche und vier Konzentrationslager überlebt in einer Zeit, in der ein Wort, eine gehobene Hand oder ein Schritt den Tod bedeuten konnten oder das Leben. Auch in den dunklen, eiskalten Stunden fand er Hoffnung, fand er Kämpfer für den Widerstand gegen die Deutschen, fand er Verbündete, die mit ihm Kartoffeln stahlen, fand er einen Arzt, der ihm das Leben rettete, fand er List und Glück und einen letzten Laib Brot.

Meine Meinung

Noah ist ein absolut wichtiges Buch, dass die Grausamkeit der Nationalsozialisten auf erschütternde Weise deutlich macht. Noahs Lebensgeschichte ist von enormer Bedeutung und  sollte von absolut jedem gelesen werden. Es ist eine Geschichte gegen das Vergessen! Wenn es nach mir ginge, wäre dieses Buch Schullektüre. Die Anzahl der verbleibenden Zeitzeugen ist so gering, dass jede zu Papier gebrachte Geschichte von Überlebenden von enormer Bedeutung ist. Ich stelle es mir unfassbar schwer vor über diese traumatischen Erlebnisse mit jemandem zu sprechen, der das Ganze nicht selbst erlebt hat. Deshalb bin ich umso dankbarer, dass Noah seine Geschichte mit der Welt geteilt hat!

Ich habe das Buch zur Hand genommen und erst wieder beiseitegelegt, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Die Geschichte von Noah hat mich so sehr ergriffen, erschüttert und zutiefst berührt. Ich hatte immer wieder Tränen in den Augen. Noah war so mutig und hat ums Überleben gekämpft, denn er hat es nicht eingesehen nur passiv an der Entscheidung über den Verlauf seines weiteren Lebens teilzuhaben. Dies zeigt sich besonders in einer sehr eindrucksvollen Szene in der Noah auf Josef Mengele trifft. Das Geschehen ist mir wirklich sehr nah gegangen und zeigt was für ein Kämpfer Noah war.

Takis Würger erzählt die Geschichte von Noah sehr sachlich und nüchtern. Dadurch bietet er dem Leser genügend Raum um sich mit Noahs Geschichte und den Emotionen, die sie hervorruft,  auseinanderzusetzten.

Fazit

„Noah – Von einem der überlebte“ ist ein wichtiges Buch gegen das Vergessen, dass erschüttert und zutiefst berührt! Große Leseempfehlung!

Bewertung:

Bewertung: 5 von 5.

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