Rezension: Der hellste Teil der Nacht

[Rezensionsexemplar]

Fakten

Der hellste Teil der Nacht | Elja Janus | 10.09.2020 | 326 Seiten | eBook

Klappentext

Melinda und Simeon – zwei Autoren bei Instagram, die einander über eine Brücke aus tausenden von Worten immer näher rücken. Aus der Ferne tanzt sie mit ihm im Regen, und er lauscht dem Lächeln und den Tränen zwischen ihren Buchstaben.

Doch wie gut kann man jemanden kennen, der einem nie begegnet ist? Und was ist, wenn einer von beiden ein Geheimnis hat, das mit einem Mal auch über ihre hellsten Nächte einen Schatten legt?

Meine Meinung

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es war beim Covervoting mein absoluter Favorit und ich bin froh, dass die Community von Elja Janus sich für dieses entschieden hat.

Die Hauptcharaktere des Buches sind die Autoren Melinda Mahler und Simeon Wiese. Melinda ist eine sehr hartnäckige und gesellige Frau, die aber leider ihr ganzes Leben lang ein „Ich“ geschaffen hat, welches ihrem Umfeld gefällt. Dabei hat sie sich niemals selbst hinterfragt und es stattdessen allen recht gemacht. Simeon fand ich zu Beginn des Buches sehr schwer einzuschätzen. Er schien mir scharfsinnig, aber dennoch irgendwie verbittert. Zum Glück lernen wir ihn und die Hintergründe seines Verhaltens im Verlauf des Buches immer besser kennen. Simeon ist nämlich ein wirklich intelligenter und nachdenklicher Mann, der bereit ist an sich selbst zu arbeiten.

Der Schreibstil von Elja Janus hat mir gut gefallen. Leider ist mir der Einstieg in das Buch etwas schwergefallen, auch weil ich nicht so schnell Zugang zu den Charakteren gefunden habe. Zudem fand ich den ersten Teil, in dem die Charaktere sich per Chatnachrichten unterhalten etwas zu lang. Dennoch war es interessant und schön wie die beiden sich in diesem ersten Teil über das Schreiben und Autorendasein ausgetauscht haben und sich dabei zunehmend auch auf persönlicher Ebene besser kennengelernt haben. Sehr gut gefallen hat mir die bildhafte Sprache im gesamten Buch, denn dies unterstreicht zum einen hervorragend, dass die Protagonisten Autoren sind und zum anderen, dass die Protagonisten sehr intensive Gefühle haben. Während des Lesens dachte ich das ein oder andere Mal, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist, doch dann kam doch alles anders als erwartet. Das ist meiner Meinung nach sehr raffiniert gemacht. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass im Verlauf des Buches immer wieder Bezug zum Titel hergestellt wird. „Der hellste Teil der Nacht“ ist eine wirklich gefühlvolle Geschichte über Hoffnung, Ängste, Sehnsucht sowie die Frage wer man ist und wer man sein will.  

Fazit

„Der hellste Teil der Nacht“ ist ein gefühlvolles Buch über Hoffnungen und Ängste, das mir besonders durch die bildhafte Sprache und tolle Charakterentwicklung gefallen hat.

Bewertung:

Bewertung: 4 von 5.

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