Rezension: Alles okay

„Du gehst durchs Leben und denkst, du bräuchtest so viele Dinge. […] Und dann gehst du fort – mit deinem Handy, deinem Portemonnaie und einem Foto deiner Mutter.“

-Marin in „Alles okay“

[Rezensionsexemplar]

Fakten:

Titel: Alles okay

Autor: Nina LaCour

Erscheinungsdatum: 19.08.2019

Verlag: Hanser

Einband: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 208

Inhalt:

Nach dem Verlust ihres Großvaters ist Marin tausende Kilometer geflohen. Sie hat in ihrer Heimat alles zurückgelassen. Was jedoch bleibt ist der Schmerz. Als das College über Weihnachten geschlossen hat, steht plötzlich Marins beste Freundin vor der Tür. Bei Marin kommen Erinnerungen an zu Hause auf und sie wird mit allem, was sie zurücklassen wollte konfrontiert. Und dann begreift Marin, dass sie die Wahl hat: weiter verdrängen oder ins Leben zurückkehren.

Meine Meinung:

Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen. Es passt so gut zur Geschichte und vor allem zum Charakter Marin.

Die Namen der Hauptcharaktere finde ich sehr originell. Marin und Mable habe ich zuvor nie gehört. Zu Marin konnte ich schon auf den ersten Seiten eine Verbindung aufbauen. Auch Mable fand ich sympathisch, obwohl sie irgendwie ganz anders ist als Marin.

Bei den Nebencharakteren fand ich Claudia unglaublich sympathisch, obwohl sie nur eine sehr kleine Rolle gespielt hat. Außerdem hat Nina LaCour es geschafft, dass ich Hannah unglaublich liebgewonnen habe, obwohl sie in der Geschichte gar nicht direkt auftritt, sondern nur über sie erzählt wird.

Dieses Buch handelt von Liebe, von Familie und Freundschaft. Auch die Themen Wahrheit, Trauer und Trauerverarbeitung spielen eine große Rolle. Zudem geht es um das Erwachsenwerden.

Der Schreibstil von Nina LaCour ist wunderschön. Sie schreibt poetisch und emotional. Dieses Buch hat mir auf jeder einzelnen Seite den Atem geraubt. Die Geschichte steckt einfach voller Gefühle – alles von Liebe bis Schmerz ist vertreten. Nina LaCour hat mir mit dieser Geschichte Herzschmerz bereitet und dennoch konnte ich am Ende des Buches lächeln. Durch die Zeitsprünge blieb es bis zum Ende spannend, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Fazit:

Auf wenig Seiten hat Nina LaCour eine atemberaubende und sehr berührende Geschichte über Trauer und das Erwachsenwerden erzählt. Dieses Buch wirkt nach und geht einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung: 5+/5 Sterne

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